FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

SAISONFINALE IN SCHÖNEICHE

Am Samstag kommt es zum Fernduell zwischen Optik und der VSG Altglienicke um die Meisterschaft und den direkten Aufstieg in die Regionalliga.

Am letzten Oberligaspieltag geht die Reise der Rathenower Fußballer nach Schöneiche. Angst vor dem Finale haben wohl nur abergläubische Fans. Fast auf den Tag genau 13 Jahre ist es her, dass der FSV Optik auf dem Jahnsportplatz der Waldgartenkulturgemeinde das brandenburgische Pokalendspiel gegen Gastgeber Germania mit 0:1 verlor.

Eines steht jetzt schon fest, Rathenow erlebt eine der erfolgreichsten Serien der Vereinsgeschichte, egal wie es am Samstag ausgeht. Nur bei der Landesmeisterschaft 1991/92 holte Optik, umgerechnet auf die Drei-Punkte-Regel, mehr Zähler. Und um die bislang 87 Tore zu toppen, muss man schon ganz weit zurückschauen. Als die Gegner Aufbau Blumenthal, Traktor Nennhausen, Motor Mögelin und Traktor Heiligengrabe (bis heute das Rekordpunktspiel mit 16:0) hießen, hatte die BSG Motor im Sommer 1967 105 Treffer erzielt.

Zurück zum hier und heute. Ob Optik aufsteigt, weiß keiner. Verabschieden muss sich die Liga aber auf jeden Fall vom Gegner. Germania Schöneiche meldete vor zwei Wochen sein Team für die kommende Spielzeit ab. Der Etat war nicht aufzubringen. Um nicht den Gesamtverein in Gefahr zu bringen, war der Schritt unerlässlich. Beim vorerst letzten Oberligaspiel wollen sich die Gastgeber natürlich ordentlich von ihrem Publikum verabschieden, geschenkt wird Rathenow nichts.

Dazu kommt, dass Ingo Kahlisch nach derzeitigem Stand größere Personalprobleme bekommen wird. Wer am Dienstag im Stadion war, dem dürfte aufgefallen sein, dass gleich drei Leistungsträger nicht dabei waren. Emre Turan und Murat Turhan sind angeschlagen, Jerome Leroy klagte nach dem Spiel gegen Hertha 06 über Schmerzen an der Hand, die sich zu Wochenbeginn als Kapselverletzung herausstellten. "Nützt doch nichts, wir werden trotzdem mit elf Mann auflaufen", meinte Ingo Kahlisch. Marc Langner kann nach abgelaufener Gelb-Rot-Sperre auf den Platz zurück. Beim FSV hofft man außerdem, dass viele Fans an den östlichen Berliner Stadtrand mitfahren und die Mannschaft unterstützen. Los geht es in Schöneiche, genau wie auf den anderen sieben Plätzen, am Samstag um 14 Uhr.

Für den Fall, dass Optik am Samstag nicht gewinnen sollte und somit der erste Tabellenplatz nicht mehr erreichbar wäre, ist der Aufstieg in die Regionalliga übrigens immer noch möglich. Da der FC Carl Zeiss Jena nach den Relegationsspielen als Aufteiger in die 3. Liga feststeht, kommt es zwischen den Zweitplatzierten der beiden NOFV-Oberligen zu zwei Relegationsspielen.

Nach derzeitigem Stand würde Optik am kommenden Mittwoch um 18 Uhr zum Hinspiel den VfB Germania Halberstadt empfangen, das Rückspiel ist für Sonntag, den 11.06. um 14 Uhr angesetzt. Aber bis es soweit kommt, will der FSV noch die allerletzte Chance nutzen, um die Meisterschaft und den direkten Regionalligaaufstieg klarzumachen.

Bereits am Dienstagabend fand am Vogelgesang ein Test statt. Gegen die International United Soccer Academy gab es für Optik ein 2:2-Unentschieden. Zur Pause führte der Gastgeber durch ein Tor von Dragan Erkic. Schon da wirkte die Soccer-Auswahl recht agil, was sich nach der Pause noch verstärkte. Mehrfach konnte sich der komplett durchstehende Marcel Machalski auszeichnen, zweimal war er machtlos. Kurioserweise war es ein Akteur mit der Nummer 1 auf dem Rücken, der doppelt erfolgreich war. Zwischen seinen beiden Treffern hatte Cihan Ucar unter tatkräftiger Mithilfe des United-Keepers einen Freistoß im Gehäuse versenkt. In dieser zweiten Halbzeit gab A-Jugend-Spieler Dominik Krause sein Debut in der ersten Männermannschaft.