FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

6:2-SIEG GEGEN DIE FÜCHSE

Optik gewinnt den Test gegen die Füchse Berlin Reinickendorf mit 6:2. Jerome Leroy trifft dreifach, Murat Turhan doppelt.

Optik-Kapitän Jerome Leroy gelang gegen die Füchse erstmals ein Dreierpack. Foto: Kay Harzmann (Archiv)

Gegen die Füchse Berlin Reinickendorf gab es für den FSV Optik das bislang torreichste Testspiel der Saison. Nach 90 interessanten Minuten gewannen die Rathenower mit 6:2.

Die Gäste standen im Stau, so ging es eine Viertelstunde später los. Zum ersten Mal begann Optik mit der Viererkette der letzten Saison. Der in den Tests zuvor in der Innenverteidigung agierende Aleksandar Bilbija rutschte eins vor auf die Sechserposition. Insgesamt setzte Ingo Kahlisch 18 Kicker ein.

Die Füchse, Vierzehnter der abgelaufenen Serie in der Berliner Verbandsliga, wirkten spielerisch gefällig, leisteten sich jedoch mehrere grobe Schnitzer in der Defensive. Ein solcher führte zur frühen Führung des FSV. Jerome Leroy, der zuvor schon einmal per Freistoß Angelo Kempf im Reinickendorfer Kasten prüfte und einmal aus vollem Lauf drüberschoss, schnappte sich ein Fehlabspiel der Gäste - sofort quergelegt, brauchte Murat Turhan den Ball nur noch einzuschießen.

Natürlich klappte auch beim Gastgeber nicht alles, aber es fiel doch auf, dass immer wieder versucht wurde, mit weiten Diagonalpässen die Außen in Szene zu setzen. Allerdings erwies sich der Gegner bis auf die gelegentlichen Aussetzer hinten recht sattelfest und robust. Vorne lauerten die Hauptstädter auf Konter. Wirklich brenzlig wurde es für Bjarne Rogall aber nur in der 38. Minute, doch beim Solo von Dennis Rose war Optiks Schlussmann aufmerksam.

Kurz vor der Pause fiel noch das 2:0. Johannes Schober hatte Marc Langner kurz hinter der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Die Ausführung des fälligen Elfmeters übernahm der Kapitän. Kempf ahnte die Ecke, Jerome Leroys Schuss war jedoch zu platziert.

Knifflig für die Fans wurde es nach dem Wechsel (und natürlich vielen Wechseln). Es war sehr warm am Vogelgesang. Wer sich da nur mal ganz schell ein Kaltgetränk aus dem Optik-Treff holte, ließ sich bei 2:0 einschenken und kam bei 4:1 mit dem Becher in der Hand wieder raus.

Zunächst traf wieder der am Mittwoch sehr auffällige Jerome Leroy, wenn sein Freistoß in die Torwartecke auch nicht unhaltbar schien. Dann durfte Sven Aagaard für sich in Anspruch nehmen, das schönste Tor des Abends erzielt zu haben. Von halb links ansatzlos in den rechten Dreiangel zum 3:1 - perfekt. Vom Wiederanstoß weg kam Optik über rechts. Tefvik Turan kam nicht so richtig an das Leder, das galt aber noch viel mehr für Nils Lehmann, der den Ball an seinem verdutzten Keeper vorbei selbst zum 4:1 über die Linie bugsierte.

Wie schon in Klosterfelde ging der klassentieferen Elf in der letzten halben Stunde die Luft aus. Zwei eingesetzte Testspieler und Tefvik Turan hatten klarste Chancen. Zwischendrin machte Murat Turhan sein zweites Tor: Selbst mit einem Freistoß an der Mauer gescheitert, kam das Spielgerät über Umwege zu ihm zurück - diesmal traf Murat den Ball genau, der vom Innenpfosten zum 5:1 ins Tor flog. Auf der Gegenseite riss Lukas Kycek beim Volleykracher von Can Öztürk rechtzeitig die Fäuste hoch.

Das 6:1 war wieder ein verwandelter Foulelfmeter von Jerome Leroy, dem damit erstmals in seinen acht Jahren bei Optik ein Dreierpack gelang. Benjamin Wilcke war von Burak Taz gelegt worde. Als Schiedsrichter Jan Seidel gerade abpfeifen wollte, nahm Steven Schultz eine Flanke von Sven Aagaard direkt und traf zum 6:2-Endstand.

Das nächste Testspiel folgt am Samstag. Um 14 Uhr spielt der FSV auf dem Arno-Franz-Sportplatz von Werder/Havel gegen den dortigen Verbandsligisten Viktoria.

Tore:
1:0 Murat Turhan (8.)
2:0 Jerome Leroy (42./FE)
3:0 Jerome Leroy (53.)
3:1 Sven Aagaard (55.)
4:1 Nils Lehmann (56./ET)
5:1 Murat Turhan (67.)
6:1 Jerome Leroy (87./FE)
6:2 Steven Schultz (90.)