FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

LANDESPOKAL

AM ENDE EIN DEUTLICHER SIEG

Trotz einer stark gegenhaltenden Zehdenicker Elf gewinnt Optik in der ersten Pokalrunde am Ende deutlich mit 6:2.

Bei Landesligist SV Zehdenick 1920 setzte sich der FSV Optik in der ersten Pokalrunde mit 6:2 durch. Dabei hatten die Rathenower aber über weite Strecken mit hartnäckigem Widerstand zu tun. Kräftevorteile und mehr Abgeklärtheit vor dem Tor sorgten für das hohe Resultat.

Angenehme Temperaturen, freundliche Gastgeber, über 250 Zuschauer und trotz der sechs Gelben Karten ein recht faires Spiel - es war ein schöner Fußballabend auf dem Havelsportplatz. Ingo Kahlisch ließ vier seiner Jungspunde von Beginn an ran. Die mussten sich gegen stürmische Gastgeber erst einmal wehren.

Rathenower Möglichkeiten ergaben sich in der Anfangsphase vor allem durch Patzer des nervös startenden SV-Keepers David Rogowski. Kurz nachdem dann John Lormis mit der besten Zehdenicker Chance der ersten Hälfte an Lukas Kycek gescheitert war, fiel fast unbemerkt das 0:1: Murat Turhan köpfte an die Latte, den Abpraller brachte Julian Ringhof wieder aufs Tor - wieder abgewehrt. Der zweite Nachschuss von Nii Weber landete am Außennetz. Doch plötzlich ein Pfiff, und Schiedsrichter Eric Tegge aus Prenzlau zeigte unmissverständlich zur Mitte. Die Aufklärung: Ringhofs Versuch wurde erst hinter der Linie geklärt.

Statt des schnellen Ausgleichs, Kycek hatte einen Freistoß nicht festhalten können und damit ein Gewusel im Strafraum ausgelöst, kassierte der SVZ sogar noch das 0:2. Nii Weber wurde im Konter von Torhüter Rogowski deutlich gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Jerome Leroy.

Kurz nach dem Wechsel die nächste unglückliche Aktion des Gastgebertorwarts. Womit er beim Freistoß von Murat Turhan gerechnet hat, bleibt sein Geheimnis. Mit einem direkten Schuss auf das kurze Eck jedenfalls nicht, genau dort schlug der Ball zum 0:3 ein.

Aber Zehdenick gab sich nicht auf und kam nach gut einer Stunde durch einen Kopfball von Eric Nowak zum 1:3. Ehe nun echte Pokalstimmung aufkommen konnte, versetzte Nii Weber mit einem starken Solo an vier Abwehrspielern vorbei dem Landesligisten mit dem 1:4 den endgültigen K.O.

Wie es dann meist so ist, plötzlich klappte bei Optik alles. Murat Turhan setzte sich links gut durch, in seine Hereingabe musste Jerome Leroy nur noch den Fuß halten - 1:5. Und für den Kapitän gab es sogar den Dreierpack. Marc Moldenhauer, in der Vorsaison noch mit Altlüdersdorf gegen Rathenow spielend, foulte im Strafraum den eingewechselten Kevin Adewumi. Erneut verwandelte Jerome den Elfmeter.

Bemerkenswert, wie die "Pöbelkurve", so der Name des Zehdenicker Fanclubs, das eigene Team trotz des 1:6 weiter ordentlich anfeuerte. Kurz vor Schluss durften die Blau-Gelben dann auch noch einmal jubeln. Alexander Schmidt verwertete eine Eingabe von Philipp Woiton aus Nahdistanz.

"Wir sind eine Runde weiter", meinte Ingo Kahlisch und fügte an: "Mit dem Spiel meiner Mannschaft war ich nicht zufrieden, hauptsächlich das Abwehrverhalten war nicht so, wie ich mir das vorstelle."

Bilder vom Spiel

Ergebnisse 1. Runde

Optik: Kycek - Watanabe (59. Bilbija), Ringhof, Turan E. (G), Wilcke - Langner (G), Ortiz - Yildiz (67. Adewumi), Leroy, Weber - Turhan (74. Turan T.)

Tore:
0:1 Julian Ringhof (40.)
0:2 Jerome Leroy (45./FE)
0:3 Murat Turhan (49.)
1:3 Eric Nowak (62.)
1:4 Nii Bruce Weber (68.)
1:5 Jerome Leroy (72.)
1:6 Jerome Leroy (79./FE)
2:6 Alexander Schmidt (86.)