FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

ZUM VIERTEN MAL BERLIN

Nach TeBe, Zehlendorf und Charlottenburg empfängt Optik am Samstag den Aufsteiger SC Staaken.

Wenn es am Samstag zum Oberligaspiel gegen den SC Staaken kommt, ist bis auf einen Fakt alles neu. Nur, dass der Gegner aus Berlin kommt, bleibt. Zum vierten Mal in Folge geht es gegen ein Team aus der Hauptstadt. Für Optik Rathenow ist der SC Staaken Neuland. Für den Verein aus dem äußersten Westen Berlins gab es dagegen schon Duelle mit Rathenower Clubs. In der Saison 1924/25 spielten sowohl der Rathenower BC, als auch Rathenow 14 mit Staaken in einer Staffel, zwei Jahre später war es nochmals der RBC.

Und wer von den älteren Fußballfreunden jetzt meint: "Moment mal, 1968/69 hat doch Motor in der Bezirksliga gegen Staaken gespielt", der hat zwar recht. Allerdings handelte es sich da um die BSG Chemie Staaken, die zur Gemeinde im damaligen Kreis Nauen gehörte.

Der SCS ist also neu in der Oberliga. Aber wie sie dorthin gelangt sind, nötigt allergrößten Respekt ab. In der gewiss nicht schwachen Berlin-Liga blieben die Schützlinge von Trainer Jeffrey Seitz in allen 34 Punktspielen ungeschlagen! Da verwundert es nicht, dass der 32-jährige in der Hauptstadt zum "Amateurtrainer des Jahres" gekürt wurde.

Allerdings mussten die Blauen erfahren, dass eine Klasse höher ein anderer Wind weht. Drei Niederlagen gab es zum Auftakt. Dann gelang gegen Altlüdersdorf der Befreiungsschlag - 5:1. In der Vorwoche ertrotzte der Aufsteiger, bei dem übrigens Lukas Hesse (2008/2209 2 OL-Spiele für Optik) zwischen den Pfosten steht, gegen Favorit Lichtenberg ein 1:1 und ermöglichte den Rathenowern so den Sprung an die Tabellenspitze.

Dort zu bleiben wird schwierig, Ingo Kahlisch bekommt allmählich Personalprobleme. Bei Suguru Watanabe wird es noch mindestens zwei Wochen dauern, bis es mit dem Training wieder losgeht. Askin Yildiz musste im Spiel unserer Reserve gegen Rhinow nach einem üblen Foul mit einer Fußverletzung vom Feld und fällt ebenfalls aus.

Am schlimmsten erwischte es aber Abwehrrecke Julian Ringhof. "Erst mal drei bis vier Wochen - die Adduktoren. Alles andere muss nun ein Spezialist klären." Ingo Kahlisch klang nicht gerade fröhlich bei dieser Aussage, zeigte sich Julian in den vergangenen Partien doch immer als Garant für stabiles Defensivverhalten. Es nützt ja nichts, nun müssen es andere richten. In Charlottenburg zeigten sich Viererkette und die Doppelsechs Bilbija/Ortiz nach Anfangsproblemen zunehmend sicher.

Ach ja, weil es anfangs hieß, 'alles neu': Schiedsrichter Matthias Bastian gibt ebenfalls sein Debüt. Zum ersten Mal leitet der 31-jährige aus Rostock ein Spiel in der Oberliga Nord. Was bleibt, ist die Anstoßzeit. Um 14 Uhr geht es am Vogelgesang los.