FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

OPTIK BLEIBT UNGESCHLAGEN

Optik gewinnt gegen Mecklenburg Schwerin nach Treffern von Murat Turhan und Süleyman Kapan mit 3:1.

Es war sicher keine Partie, über die man noch in einigen Wochen diskutieren wird. Aber mit dem 3:1 über den FC Mecklenburg Schwerin behauptete der FSV Optik seinen Vorsprung an der Tabellenspitze.

Viele Blicke der Zuschauer gingen zunächst nach oben. Die 22 Meter hohen Masten der Flutlichtanlage wurden bestaunt, wirken ja auch sehr imposant.

Nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Helmut Husmann aus Berlin musste dann ganz schnell auf den Rasen geschaut werden, wo Evgeni Pataman nach gerade einer Minute mit einem Schuss von halbrechts an Bjarne Rogall scheiterte.

Der gefährliche Schuss blieb lange eine Ausnahme, die Szene an sich nicht. Denn wenn es mal zügig nach vorne ging bei den Gästen, dann über rechts. Meist war allerdings fast das ganze Team der Landeshauptstädter in der Defensive beschäftigt.

"Wir wollen gewinnen", hatte Ingo Kahlisch im Vorfeld gesagt. Und genau das sah man seinen verbliebenen Kickern, neben den drei später eingewechselten saß nur noch Torwarttrainer Marcel Subke auf der Bank, an. Die ganze Körpersprache verriet den in Strausberg noch vermissten unbedingten Siegeswillen.

Das drückte sich recht schnell auch auf der Anzeigetafel aus. Einen Freistoß von Jerome Leroy verlängerte FCM-Kapitän Jean-Pier Bohmann unfreiwillig per Kopf ins eigene Netz. Und kurz darauf verwertete Murat Turhan eine Eingabe von Benjamin Wilcke zum 2:0.

Im Prinzip war das Spiel nach einer guten Viertelstunde vorentschieden. Schwerin spielte durchaus gefällig, allein die Durchschlagskraft ging dem Vorletzten fast völlig ab. Einmal musste Bjarne Rogall sprinten, um vor dem heranstürmenden Artem Cygankov am Leder zu sein. Ansonsten dominierte Rathenow und hatte Gelegenheiten zum dritten Tor. Bei der besten war Turhan im Pech. Sein Freistoß prallte vom Innenpfosten zurück ins Feld.

In der zweiten Halbzeit war Optik nicht mehr so überlegen. Zu viele Einzelaktionen hemmten den Tordrang. Da die Gäste zunächst kein Kapital daraus schlagen konnten, sank das Niveau der Partie ein bisschen. Dann wurde Schwerins Stürmer Pataman außerhalb des Feldes behandelt. Die kurzzeitige numerische Überlegenheit nutzte Süleyman Kapan zu einem Solo, abgeschlossen mit einem Schuss durch die "Hosenträger" des Keepers.

Mit dem 3:0 hatten die Akteure beider Vereine das Spiel offenbar abgehakt. Irgendwann wurde jedem klar, ein Tor kann hier nur noch durch einen groben Schnitzer fallen. Der unterlief unglücklicherweise Luiz Schack. Einen vollkommen mißglückten Querpass holte sich Evgeni Pataman und erzielte mit einem sehenswerten Knaller ins linke untere Eck das 3:1.

Nun fasste Schwerin zwar neuen Mut, klare Chancen bekam jedoch nur Optik gegen eine komplett entblößte Mecklenburger Abwehr. Askin Yildiz (zweimal), Jerome Leroy und Benny Wilcke hätten das Ergebnis noch höher schrauben können. Doch auch so reichte es im letzten Heimspiel des Jahres zu einem letztlich recht souveränen Sieg.

Enrico Neitzel: "Wir gehen in die Halbzeit und wissen nicht, warum wir 0:2 zurückliegen. Wir zeigten eine gute Spielanlage, dann dieses Eigentor. Die Aktion von Turhan war natürlich überragend gemacht, aber die erste gute Chance hatten wir. Wenn man sieht, was wir heute für eine Mannschaft hatten, das war ja eine halbe A-Jugend, und wir haben hier mitgehalten. Wir machen auch ein schönes Tor, einerseits hätte die Niederlage höher ausfallen können, andererseits war mehr drin. Am Ende bleibt mir nur, Optik zu gratulieren."

Ingo Kahlisch: "Wir haben jetzt ein Jahr und fünf Monate nicht verloren. Es gibt immer Spiele, wo du mehr, und solche, wo du weniger zufrieden bist. Heute haben uns ja auch ein paar Spieler gefehlt, da war das Wichtigste, das wir gewonnen haben. Jetzt konmmen noch zwei schwere Spiele, aber nach der letzten Heimpartie möchte ich schon mal Danke sagen an alle, die uns seit Jahren unterstützen."

RATHENOW: Rogall - Tasar (67. Schack), E. Turan, Bilbija, Wilcke - Ortiz, Langner (G) - Top (46. Yildiz) Leroy, Kapan (80. Moushi) - Turhan

SCHWERIN: Ellenschläger - Studier, Laumann (79. Reuter), Harada (G), Zotke - Bohmann (G)- Cygankov, Witkowski, Henschke, Sato - Pataman (G)

TORE:
1:0 Eigentor (11. Bohmann)
2:0 Turhan (17.)
3:0 Kapan (58.)
3:1 Pataman (73.)