FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

AM ENDE FEHLTE DIE KRAFT

Nach einer harten Trainingswoche unterliegt Optik im Test bei der Bundesligareserve von Hertha BSC mit 2:3.

"Ein bisschen viel gefummelt" hätte sein Team am Ende, meinte Ingo Kahlisch nach dem 2:3 des FSV Optik bei Hertha BSC II. Das kann man sicher so stehen lassen. Nur was sollte dann erst der Berliner Coach Ante Covic sagen? Eine Bundesligareserve, die sich Strafraumszenen en Masse erspielte, vergaß immer wieder den Abschluss und setzte sich am Ende nur ganz knapp durch.

Kevin Adewumi wurde zum Außenverteidiger umfunktioniert. Neben ihm fand sich auch Neuzugang Patrick Baudis in der Viererkette wieder und erhielt hinterher ein Extralob vom Trainer: "So lange die Kraft reichte, war das richtig gut."

Bemerkenswert war, wie beide Mannschaften den widrigen Umständen trotzten. Das Thermometer zeigte zwar vier Grad über Null, aber über den offenen Kunstrasenplatz im Olympiapark fegte ein eiskalter, böiger Wind. Dennoch versuchten alle Akteure von Beginn an, aus der Abwehr heraus vernünftig nach vorn zu spielen. Dem Regionalligisten gelang das wie erwartet öfter, doch Optik hielt stand. Zumeist war die Defensive da, was durchkam, wurde eine Beute des aufmerksamen, sicheren Bjarne Rogall.

Die Gegenangriffe waren nicht zahlreich, aber gefährlich. Und nach einem feinen Doppelpass zwischen Murat Turhan und Jerome Leroy stand es plötzlich 0:1. Gleich darauf lief ein Konter über Cüneyt Top, dessen Schuss am Pfosten landete. Der Ausgleich nach 37 Minuten war zweifellos verdient, aus Rathenower Sicht aber unnötig. Einen Ballverlust im Spielaufbau nutzte Maximilian Pronichev. Kurz vor der Pause setzte Profi-Leihgabe Sinan Kurt einen Freistoß knapp neben das Tor.

Gleich nach dem Wechsel brachten zwei Einwechsler den FSV wieder in Front. Askin Yildiz konnte sich außen gut durchsetzen, Süleyman Kapan zentral technisch sauber einschießen. Anschließend ging es eine Weile auf und ab, ehe sich in der Schlussphase Herthas zur Halbzeit komplett gewechseltes Team als konditionsstärker erwies.

Zunächst hatte Optik Glück: Maurice Klehr vergab eine hundertprozentige Gelegenheit, dann Pech: Das 2:2 entsprang einem bereits abgewehrten Freistoss, der Ball fiel Nikos Zografakis vor die Füße. Kurz vor dem Abpfiff wurden die bibbernden Zuschauer, sofern sie Anhänger der Gastgeber waren, entschädigt. Eine tolle Direktkombination über vier Stationen schloss Fabio Mirbach mit dem 3:2 ab.

Ingo Kahlisch: "Das war wieder eine ordentliche Trainingseinheit. Ich hätte mir gewünscht, dass wir das Unentschieden mitnehmen, aber nach hinten raus, haben wir ein bisschen viel gefummelt. Trotzdem haben wir uns hier sehr gut verkauft, zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Vorbereitung ist alles in Ordnung. Jetzt gilt es, Woche für Woche so weiterzumachen, wobei diese Woche für die Jungs natürlich hart wird."

Ingo Kahlisch sprach mit dieser Aussage auch schon den Samstag an, an dem die Rathenower nach dem Vormittagstraining um 13 Uhr am Vogelgesang auf den BSV Eintracht Mahlsdorf treffen. Die Hauptstädter belegen nach der Hinrunde Rang drei der Verbandsliga Berlin und haben noch reelle Chancen, den Oberligaaufstieg zu erreichen.

Optik: Rogall - Adewumi, E. Turan, Baudis, Wilcke - Tasar (63. Schack), Langner (46. Bilbija) - Weber (46. Yildiz), Leroy (46. Kapan), Top - Turhan

Tore:
0:1 Jerome Leroy (28.)
1:1 Maximilian Pronichev (37.)
1:2 Süleyman Kapan (47.)
2:2 Nikos Zografakis (78.)
3:2 Fabio Mirbach (86.)