FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

SCHWERE AUSWÄRTSHÜRDE

Am Samstag muss Optik beim zuhause noch ungeschlagenen Brandenburger SC Süd 05 antreten.

Donnerstag, kurz nach 15 Uhr war es amtlich: Der FSV Optik hat sich fristgerecht für die Teilnahme an der Regionalligasaison 2018/19 beworben. Neben den Westhavelländern taten das aus der Oberliga-Nord auch drei Berliner Vereine. TeBe, Lichtenberg 47 und Hertha Zehlendorf wollen ebenfalls hoch. Da haben die Jungs vom Vogelgesang also sportlich noch ordentlich zu tun, wobei es an diesem Wochenende ein Auswärtsspiel gibt.

Am Samstag kommt es in der Oberliga zum Havelderby. Der Brandenburger SC Süd 05 trifft auf Optik Rathenow. Spiele zwischen diesen beiden Teams waren schon immer etwas besonderes, auch wenn der Begriff "Derby" genaugenommen geographisch unzutreffend ist und das nach der Absage der Kreisgebietsreform auch bleibt. Das macht aber dem Fußballkonsumenten nichts aus, auch am Samstag wird der Zuspruch vermutlich höher sein, als der Durchschnitt der 05er, der momentan bei 233 Zahlenden liegt.

Aber was ist denn diesmal so besonders? Da wäre zum einen das Duell der Torjäger. 26 Treffer in 21 Spielen, so die Bilanz von Murat Turhan. 15 mal Torjubel gab es bei Rene Görisch, der bislang auf 17 Einsätze kam. Und zum anderen muss Optik beim einzigen Gegner antreten, der neben dem FSV auf heimischen Rasen noch unbezwungen ist. Kein Oberligist hat in dieser Saison bisher drei Punkte vom Seelenbinder-Sportplatz mitnehmen können.

Ingo Kahlisch brachte derweil noch einen weiteren Aspekt ins Spiel: "Beide Vereine waren sich ja früher nicht gerade sympathisch. Aber nun schon seit einigen Jahren haben wir ein sehr gutes Verhältnis untereinander." Auch bei Süd setzen die Verantwortlichen auf Kontinuität. Mit Trainer Özkan Gümüs wurde vorzeitig verlängert, auch Lukas Kohlmann, der Leistungsträger in der Defensive, hat bereits seine Zusage für die kommende Serie gegeben.

Gibt es also am Wochenende einen Freundschaftskick? Ingo Kahlisch schmunzelt: "Nein, da sind wir selbstverständlich Rivalen." Wen er auf den Platz schicken wird, stand unter der Woche noch nicht fest. Sollte nicht neben dem an Magen-Darm-Grippe erkrankten Luiz Schack kurzfristig noch jemand ausfallen, hat der Trainer die fast komplette Auswahl. Auch Kevin Adewumi - zuletzt ja in dieser Reihenfolge: verletzt, krank, verletzt - trainiert wieder mit der Mannschaft. In der feierte übrigens am Gründonnerstag einer Jubiläum. Kapitän Jerome Leroy bestritt gegen den SV Altlüdersdorf sein 300. Pflichtspiel für Optik!

20 Grad und strahlend blauer Himmel - so ist derzeit die Prognose für Samstagnachmittag. Da hofft der FSV beim um 14 Uhr beginnenden Spiel wieder auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung seiner Fans! Und - um noch einmal abschließend darauf zurückzukommen - nur der ganz harte Kern der Traditionalisten stört sich immer noch am "Derby"...