FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

REGIONALLIGA

ALLES GUTE, MARC!

Wir wünschen unserer Nummer 9, Marc Langner, der sich vor vier Wochen in Halberstadt schwer verletzt hat, alles Gute.

von Christoph Laak
www.sportbuzzer.de

Marc Langner muss sich gut konzentrieren. Tägliche Dinge im Alltag fallen dem Defensivspieler des FSV Optik Rathenow immer noch schwer. Gut fünf Wochen ist es nun her, dass sich Langner im Regionalliga-Punktspiel beim VfB Germania Halberstadt schwer am Kopf verletzte. „Ich weiß von der Aktion gar nichts mehr, kann mich nicht einmal daran erinnern, aufs Spielfeld gelaufen zu sein. Die letzten Erinnerungen sind von der Busfahrt und dann erst wieder aus dem Krankenhaus. Einige Stunden fehlen einfach“, erzählt der 27-Jährige.

In einer unglücklichen Situation war Langner mit seinem Kopf gegen das Knie eines Halberstädters geprallt. Die Folge waren ein Schädelbasis- sowie ein Felsenbeinbruch. Der Blondschopf musste sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Acht Tage blieb Langner in Halberstadt in ärztlicher Behandlung, ehe er das Krankenhausbett verlassen durfte und seitdem ambulant in seiner Heimatstadt Erfurt behandelt wird.
Das Gehör ist immer noch beeinträchtigt

„Ich bin aktuell noch krank geschrieben, hoffe aber, in zwei Wochen wieder arbeiten gehen zu können“, verrät Langner, der aber immer noch mit Kopfschmerzen zu kämpfen hat. „Durch den Bruch des Felsenbeins hat auch mein Ohr etwas abbekommen. Auf dem linken Ohr höre ich derzeit so gut wie gar nichts“, erklärt der Defensivspieler. Im Januar stehen dann weitere Untersuchungen an. „Die Ärzte haben mir erklärt, dass sie Hoffnung haben, dass ich um eine Operation herum komme“, erzählt der Optik-Fußballer.

Am letzten Wochenende hatte Marc Langner die Partie seines FSV Optik beim 1. Lok Leipzig beobachten können. „Es ist natürlich eine schwierige Situation für uns. Aber wir sind ein Team und werden das überstehen“, erklärt der Kicker, der sich in den letzten Wochen über zahlreiche Genesungswünsche seiner Mitspieler gefreut hat und auch mit Optik-Trainer Ingo Kahlisch im regen Austausch steht.
Keine Gedanken an ein Karriere-Ende

Dieser will seinem „Kampfschwein“ alle Zeit der Welt geben, um in Ruhe wieder gesund zu werden. „Mit Marc ist alles besprochen. Wir werden ihn nicht unter Druck setzen. Er kann sich alle Zeit der Welt nehmen. Es ist abgesprochen, dass er im Winter mit ins Trainingslager fliegt“, sagt Ingo Kahlisch, der Langner sportlich kaum ersetzen kann. „Marc ist ein Spieler, der noch richtig Gras frisst sowie die Zweikämpfe annimmt und gewinnt. Er ist unser Mann für die Drecksarbeit und vor allem auch menschlich nicht wegzudenken“, so der Rathenower Trainer. Langner selbst hofft, im Januar wieder ins Training einsteigen zu können.

Gedanken an ein Ende seiner sportlichen Laufbahn kamen zu keiner Zeit auf. „Klar, ich hatte schon die eine oder andere Verletzung. Allerdings waren diese nicht so gravierend wie dieses Mal. Aber ans Aufhören habe ich dennoch nie gedacht“, erzählt Langner, der seit 2016 für die Rathenower gegen den Ball tritt. Es wird also noch einige Wochen dauern, ehe der Rathenower Abwehrspezialist wieder zur Verfügung stehen wird. Bis dahin wird der FSV Optik ohne die Qualitäten von Marc Langner auskommen müssen.