FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

REGIONALLIGA

"EINE GUTE UND LEHRREICHE EINHEIT"

Mit etlichen Probespielern unterliegt Optik im Test gegen den Berliner AK mit 2:7.

Wieder einmal war für den FSV Optik gegen den Berliner AK nichts zu holen. Nach dem 1:6 im Januar hieß es beim Test am Samstag 2:7. Nicht nur bei den Zuschauern, auch bei Ingo Kahlisch hinterließ das Spiel einen zwiespältigen Eindruck.

Sieht man einmal von Glodi Zingu ab, dessen Verpflichtung wohl in der nächsten Woche offiziell werden dürfte, standen sechs Probanden im Rathenower Aufgebot. Positiv aufgefallen ist von ihnen Saheed Mustapha. Der 1,90 Meter große Innenverteidiger, der für den Chemnitzer FC einmal in der dritten Liga eingesetzt war, mit dem Malchower SV schon gegen Optik kickte und zuletzt beim FC 08 Villingen in der Oberliga Baden-Württemberg spielte, kam gut in die Partie. Das galt für alle auf Seiten des FSV.

Zunächst stand der Gastgeber nämlich ordentlich, störte anrennende Berliner rechtzeitig und konterte schnell über außen. Die erste Ecke wurde von der BAK-Defensive zu kurz abgewehrt. Jerome Leroy brachte das Leder scharf nach innen, wo Yavuz Aydogdu mit dem Kopf zum frühen 1:0 erfolgreich war.

Trotz der schnellen Antwort der Gäste, beim Doppelschlag nach zehn Minuten machte der junge Torhüter Vjaceslavs Serdcevs nicht die beste Figur, blieb Rathenow ordentlich. Kevin Adewumi hatte den Ausgleich auf dem Fuß, freistehend schob er die Verantwortung ab, statt zu schießen.

Das 1:4 zur Pause wurde den Spielanteilen nicht ganz gerecht, aber der Athletikklub wirkte einfach entschlossener. Und ihre Schüsse kamen viel öfter direkt auf den Kasten, während auf der Gegenseite der Versuch von Marc Langner am langen Pfosten vorbeistrich.

Zur Pause wechselten beide Vereine, die Gäste mit ihrem Riesenkader wesentlich öfter. Beim FSV stand nun Direnc Güven im Tor, der in der abgelaufenen Saison bei der U19 von Erzgebirge Aue unter Vertrag war. Wie bei seinem Vorgänger wechselten auch bei ihm gute Paraden mit leichten Fehlern.

Als Jacub Przybylko (2) und der Ex-Rathenower Cüneyt Top eine Viertelstunde vor Schluss auf 1:7 erhöht hatten, war die nächste zweistellige Niederlage zu befürchten. Doch zum Ende hin rissen sich die Gastgeber nochmal zusammen. Kevin Adewumi machte aus Nahdistanz das 2:7 und ein Freistoß von Jerome Leroy flog haarscharf am Tor vorbei.

Mit der allerletzten Aktion fütterte Tahsin Cakmak das Phrasenschwein. Es steht geschrieben: Der Gefoulte soll nicht selber schießen... Cakmak, von Direnc Güven zu Fall gebracht, trat selbst zum Elfmeter an und donnerte das Leder an die Latte.

Ingo Kahlisch: "Eine für uns gute und lehrreiche Einheit. Die Jungs sind am Ende der zweiten Woche total platt. Dazu kommt, dass der BAK natürlich eine brutale Qualität hat. Und da kommt dann schnell mal so eine Klatsche zustande. Insgesamt war ich mit der zweiten Trainingswoche dennoch zufrieden, mit den getesteten Akteuren nicht in jedem Fall."

Auch der nächste Test geht gegen einen Berliner Verein. Die U19 von Hertha BSC gastiert am Mittwoch am Vogelgesang. Das um 17:30 Uhr beginnende Spiel könnte dann eventuell wieder auf dem regenerierten Platz 1 ausgetragen werden.

Tore: Serdcevs (46. Güven) - Zingu, Bilbija, Mustapha (46. Turan), Matur (46. Techie-Menson J.) - Aydogdu, Leroy - Adewumi (46. Karupovic), Keramidas (64. Adewumi), Langner - Kapan (67. Bridgeman)

Tore:
1:0 (7.) Aydogdu
1:1 (10.) Cubel
1:2 (11.) Coban
1:3 (21.) Merkel
1:4 (43.) Coban
1:5 (61.) Przybylko
1:6 (62.) Top
1:7 (76.) Przybylko
2:7 (81.) Adewumi