FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

REGIONALLIGA

PACKENDES DUELL ENDET TORLOS

Trotz Chancenvorteilen für den FSV heißt es am Ende 0:0 gegen den FC-Rot Weiß Erfurt.

Trainer haben nach einem Spiel oft unterschiedliche Ansichten. In einem Punkt waren sich Thomas Brdaric und Ingo Kahlisch nach dem 0:0 zwischen Optik und Erfurt einig: "Wir haben ein packendes Duell gesehen!"

Den ersten Höhepunkt gab es schon vor dem Anpfiff. Ingo Kahlisch wurde von den Ehrenpräsidenten des NOFV, Dr. Hans-Georg Moldenhauer und des Landesverbandes Brandenburg, Siegfied Kirschen, mit der silbernen Ehrennadel des NOFV geehrt.

Die angesichts des Wochentermins ordentliche Kulisse von 550 Zuschauern durfte gleich weiter applaudieren, denn auf dem Platz ging es ohne langes Abtasten nach vorne. Schon in der 5. Minute war Rot-Weiß-Stürmer Velimir Jovanovic mit einem wuchtigen Kopfball erfolgreich, stand dabei aber im Abseits. Petar Lela auf der einen und Caner Özcin auf der anderen Seite zielten zu hoch.

Dann hatte der FSV eine ganz starke Phase, in der Nicola Jürgens, Süleyman Kapan und Jerome Leroy mehrfach dicht vor der Führung standen. Zwei Mal schallte es auch laut von den Rängen: "Elfmeter!" Gepfiffen wurde keiner für Optik.

Eine Schrecksekunde gab es, als kurz vor der Pause die beiden Akteure mit der Nummer 24 zusammenprallten und am Boden liegen blieben. Nach kurzer Behandlung ging es jedoch sowohl für Emre Turan als auch für Morten Rüdiger weiter.

In der 48. Minute die wohl größte Gelegenheit für die Blumenstädter: Beim Kofball aus Nahdistanz von Jovanovic zeigte Lucas Hiemann eine tolle Parade. Auch wenn es nicht so sehr viele Torszenen gab, beide Abwehrreihen waren sehr aufmerksam, blieb es doch äußerst spannend und unterhaltsam.

Allein die Duelle zwischen Nicola Jürgens und Lukas Novy waren das Eintrittsgeld wert. War bis etwa zwanzig Minuten vor Schluss Erfurt tonangebend, konnte Optik zum Ende hin bei Kontern wieder mehr für Gefahr sorgen.

Jerome Leroy scheiterte aus spitzem Winkel an Julian Knoll und Yavuz Aydogdu wurde im letzten Moment geblockt. In der Nachspielzeit kam Glody Zingu eindeutig vor Novy an das Leder, doch Schiedsrichter Robert Wessel aus Berlin entschied zum Entsetzen von Mannschaft und Anhängern noch einmal auf Freistoß für die Gäste. Zum Glück landete der anschließende Kopfball auf dem Netz...

Thomas Brdaric: "Wir wollten hier Zählbares mitnehmen, ein Punkt war das Minimalziel. Wir haben das Spiel angenommen, uns Chancen erarbeitet, ein bisschen fehlt uns da im Moment das Glück. Vor allem in der zweiten Hälfte hatten wir drei, vier gute Chancen, dann wurde es beim einen oder anderen Konter mal ein bisschen brenzlig. In unserer Situation tut jeder Punkt gut, die Erwartungshaltung ist natürlich hoch. Einige denken, wenn du nach Rathenow fährst, sind drei Punkte doch Pflicht. Aber Rathenow hat sich bisher unter Wert verkauft. Wir haben ein packendes Duell gesehen, in dem beide nichts hergeschenkt haben."

Ingo Kahlisch: "Ein paar mehr Zuschauer als sonst, ordentliche Stimmung - so stelle ich mir Regionalliga-Amateurfußball vor. Heute haben wir eine ordentliche Leistung gezeigt, ein paar mehr Chancen habe ich schon bei uns gesehen. Ich bleibe dabei, wir sind auf einem guten Weg. Das war schon gegen Altglienicke so, selbst bei Hertha hatten wir ja nach vorne einige gute Ansätze, aber hinten! Danach haben wir uns zusammengesetzt. Wie der Kollege schon sagte, wir haben ein spannendes Spiel gesehen. Im Heimspiel kann man aber auch mal einen Elfmeter kriegen. Aber wir können mit dem Punkt leben und mit der Leistung zufrieden sein, wir haben schon eine ordentliche Truppe."

RATHENOW: Hiemann - Zingu, Turan, Langner, Wilcke (68. Adewumi) - Hellwig, Aydogdu - Kapan (82. Sakran), Leroy, Jürgens (G)- Özcin

ERFURT: Knoll - Novy (G), Adomah (73. Halili), Lela, Surek - Dittrich - Schmitt, Aydemir, Rüdiger (84. Konate Lueken)- Veselinovic, Jovanovic (89. Brasnic)