FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

REGIONALLIGA

AUF GANZER LINIE ENTTÄUSCHT

Nach der schlechtesten Saisonleistung unterliegt Optik bei Lichtenberg 47 mit 0:2.

"Es sind noch genug Spiele, aber wir müssen uns jetzt alle hinterfragen, wie wir Fußball spielen wollen." Nach der schlechtetsten Saisonleistung kassierte der FSV Optik bei Lichtenberg 47 eine verdiente 0:2-Niederlage. Nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Art, wie es zustandekam, macht den Verantwortlichen Sorgen.

Etwas Positives aus der ersten Halbzeit? Es fällt schwer, irgend etwas zu benennen. Ein Hinterhaltsschuss von Kimby Januario, der die Oberkante der Latte touchierte (11.) und vielleicht die weißen, mit hellem Grau abgesetzten Auswärtstrikots. Aber selbst da bleiben Zweifel, offensichtlich überwog bei einigen die Angst, die Jerseys zu beschmutzen.

Nein, Einstellung, Effektivität, vor allem aber das Zweikampfverhalten - bis zur Pause war Optik in allen Belangen hoffnungslos unterlegen. Als Beispiel mal die Ecken: Lichtenbergs erste führte zum 1:0, als die Hereingabe nicht energisch genug abgewehrt wurde und David Hollwitz dann aus Nahdistanz einschießen konnte. Auch die anderen drei Eckbälle wurden gefährlich.

Auf der Gegenseite hatte Rathenow nach 38 Minuten einen dieser Standards. Ergebnis war ein blitzschneller Konter von Marcel Bremer, bei dem Lucas Hiemann mit guter Rettungstat den zweiten Gegentreffer verhindern konnte. Das desaströse Verhalten im Kampf Mann gegen Mann war auch die Ursache für die zwei frühen Gelben Karten der Havelländer.

In der Kabine wurden wohl die richtigen Worte gefunden, mit einer ganz anderen Einstellung wurde 47 nun zumindest meistens von der gefährlichen Zone ferngehalten. Nachdem Lucas Hiemann bei einem Konter stark mit dem Fuß parierte, kam Optik so etwa 25 Minuten vor Schluss endlich auch selbst mal nach vorne. Thilo Gildenberg schoss knapp drüber und Abdi Dzafo zwang Niklas Wollert erst zu einer Glanzparade und setzte den Nachschuss ans Außennetz.

Dass der FSV sich in der 80. Minute einen Konter zum 2:0 einfing, kann passieren - aber nicht so! Christian Gawe verlor den Ball nämlich zweimal, durfte aber jeweils erneut weiter dribbeln. Schließlich hatte er, aber kein Rathenower Verteidiger, das Auge für Tarik Gözüsirin, der präzise abschloss.

Um den Bericht nicht nur negativ zu beenden: Michael Gorbunow kam nach seiner langen Erkrankung zu einem ersten Kurzeinsatz. Und ein Dank geht an die mitgereisten Fans, die die Mannschaft trotz der nicht berauschenden Leistung bis zum Schluss sportlich fair unterstützten.

Am Wochenende pausiert der reguläre Punktspielbetrieb. Im Landespokal muss der FSV zum Ligarivalen Union Fürstenwalde, Anstoß am Samstag ist dann erst um 15 Uhr.

Optik: Hiemann - Polichronakis, Langner (G), Gröger, Zingu - Gustavus (46. Gildenberg), Sejdovic (65. Dzafo) - Muiomo, Köhler (G / 65. Will), Pistol (34. Techie-Menson) - Januario (78. Gorbunow)

Tore:
1:0 Hollwitz (7.)
2:0 Gözüsirin (80.)